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Tags: KMU | Semantische Technologien | Wissensmanagement Semantische Technologien bei Wissensmanagementlösungen Bei der Marktanalyse geht man der Frage nach, ob die Nutzung von semantischen Technologien, herkömmliche Wissensmanagement-Instrumente speziell für die KMU passender macht. Wissensmanagement trägt zur Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei und zwar in zweierlei Hinsicht: Zum einen bieten sich neue Marktpotenziale für IT-Unternehmen, die sich auf die Bereitstellung von Wissensmanagementlösungen für KMU und korrespondierende Dienstleistungsangebote spezialisiert haben, zum anderen können KMU durch die Nutzung von semantischen Technologien beim Wissensmanagement, interne und externe Wissensflüsse weiter verbessern.
Der Einsatz von Wissensmanagementlösungen in Unternehmen ist bereits weit verbreitet, aber für KMU stellt sich eine besondere Bedarfssituation dar. Es ergeben sich dabei folgende Anforderungen für Wissensmanagementlösungenn, die speziell im Bereich KMU relevant sind.
- "Anschlussfähigkeit: Die unternehmensspezifische Sprache muss berücksichtigt werden. Des Weiteren soll eine Einordnung in bereits bestehende Konzepte möglich sein.
- Problemorientierung: Ein Beitrag zur Lösung konkreter Probleme ist erstrebenswert, wobei die Nutzbarkeit der Ideen entscheidend ist.
- Verständlichkeit: In Ergänzung zur Anschlussfähigkeit kann eine Auswahl relevanter Begrifflichkeiten und Methoden getroffen werden, die für das Unternehmen wichtig sind. Die Situation sollte durch die Anwendung eines Wissensmanagementsystems jedoch nicht komplizierter werden.
- Handlungsorientierung: In Bezug auf die Problemorientierung ist es erforderlich, dass das Wissensmanagementsystem den Führungskräften Entscheidungsratschläge und Handlungsempfehlungen nahe legt.
- Instrumentenbereitstellung: Das System soll ausgereifte und zuverlässige Instrumente und Methoden zur Verfügung stellen und deren geschickte Verwendung fördern.
- Einfachheit/Benutzerfreundlichkeit: Die gewählte Lösung soll in Aufbau, Funktionsweise und Bedienung einfach sein.
- Ergebnisorientierung: Aufgrund der operativen Ausrichtung soll eine Wissensmanagementlösung schnelle Ergebnisse präsentieren können.
- Überschaubar-/Kontrollierbarkeit: Da die Unternehmer gerne die Kontrolle über die Abläufe behalten möchten, sollten die einzelnen Schritte nachvollziehbar und überschaubar sein." [ebd. S. 26-27]
Bislang wurde die Bedeutung von Wissensmanagement bei KMU zwar erkannt, aber im Unternehmensalltag meist nicht richtig aufgegriffen. Kann die Einbindung von semantischen Technologien Wissensmanagement-Instrumente so verändern, dass diese sich für den Einsatz in KMU besser eignen als bisher? Dieser Fragestellung geht die FAZIT-Forschung beim Schwerpunktthema "Semantische Technologien im Wissensmanagement" nach. Bei dieser Untersuchung, an der über 260 Befragte teilgenommen haben, konnte gezeigt werden, dass der bisher größte Hemmschuh für KMU bei der Nutzung von IT-basierten Wissensmanagementlösungen "deren strategische Ausrichtung, die schlechte Sichtbarkeit des Nutzens, starre Strukturen und die parallele Nutzung verschiedener Anwendungen" [ebd. S.48] ist. In der Studie wird aber auch deutlich, dass durch die Erweiterung von IT-basierten Wissensmanagementlösungen durch semantische Technologien, diese viel besser an die Anforderungen der KMU angepasst sind und von großem Nutzen sein können: "Schlussfolgernd stellen semantische Technologien eine wichtige Weiterentwicklung dar und sind als zusätzliche Komponente zur Lösung der Defizite zu sehen. Die Kombination des Know-hows aus den herkömmlichen Wissensmanagementlösungen mit semantischer Technologie ermöglicht eine Verbesserung und hat somit das Potenzial, die Akzeptanz von ITgestützten Wissensmanagementlösungen im Mittelstand zu verbessern." [ebd. S. 48]
Quelle: Baier, E. (2008): Semantische Technologien in Wissensmanagementlösungen. Einsatzpotenziale für den Mittelstand |